Info an alle Haushalte

Aktuelle Informationen

für alle Haushalte in der

Samtgemeinde Herzlake                                                  Herzlake, den 23.03.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Angesichts der weltweit rasanten Ausbreitung des Coronavirus mit seinen fatalen Folgen sind wir alle sehr verunsichert. Wir haben kein Abonnement auf all das, was für uns bisher selbstverständlich war.

Weil das Corona-Virus hochansteckend ist, kommt es jetzt auf jeden Einzelnen an. JEDER kann jetzt beweisen, alles zu unternehmen, um sich selbst und andere zu schützen. 

Das Team der Samtgemeinde Herzlake sowie unsere externen Helfer und Berater sind genauso verunsichert wie Sie, weil die Lage, die es zu bewältigen gilt, auch für uns neu ist. Maximale Unsicherheit beherrscht auch unser Tun. Doch jetzt gibt es kein Richtig oder Falsch. Handeln ist gefragt. Für uns alle! Auch für Sie!

Um auch die Bürgerinnen und Bürger, die nicht über moderne Kommunikationsmedien verfügen, zu informieren und um alle noch mehr zu sensibilisieren, haben wir uns sehr spontan entschieden, diese aktuell gültigen Verhaltensregeln, Informationen und Tipps an alle Haushalte in der Samtgemeinde Herzlake unter Einhaltung strengster Hygienemaßnahmen zu verteilen. Im Folgenden möchten wir Ihnen aktuelle Hinweise und Handlungsempfehlungen geben.

WAS KÖNNEN, WAS MÜSSEN SIE JETZT TUN ?

Als Bürger/in:

Bleiben Sie bitte Zuhause. Erledigen Sie nichts, was nicht unbedingt notwendig ist. Es gelten ab sofort strenge Kontaktverbote! Bitte informieren Sie sich aktuell auch in den Medien. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.

Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen werden wir als Ordnungsbehörde und die Polizei überwachen und bei Zuwiderhandlungen sanktionieren.

Achten Sie mehr als bisher auf strengste Hygienemaßnahmen in Ihrer Wohnung. Reinigen Sie regelmäßig besonders die Gegenstände, die sie häufiger permanent bewusst oder auch unbewusst berühren. Denken Sie an alle Gegenstände, zum Beispiel Tür- und Handgriffe, Computer und Fernbedienungen. Reinigen Sie mehrmals täglich ihr Mobiltelefon. Nutzen Sie dazu vorrätige Desinfektionsmittel oder mit Reinigungsmitteln, Seife oder Spülmittel getränkte Reinigungstücher und Waschlappen. Nutzen Sie im Alltag, so gut es geht, Einweg-Papierhandtücher. Werfen Sie Vliestücher bitte nie in die Toilette, sondern in den Restmüll; Vliestücher können zu Verstopfungen im Kanalsystem führen und stören den Reinigungsprozess auf unseren Kläranlagen.

Fassen Sie sich möglichst nicht in das Gesicht.

Als Arbeitgeber/in:

Versuchen Sie so viele Arbeitnehmer/innen im Homeoffice zu beschäftigen wie möglich. Vermeiden Sie unnötige oder verschiebbare Dienstreisen auch für Ihre Bediensteten. Stellen Sie womöglich jetzt nicht dringend erforderliche Arbeitsprozesse zurück. Stellen Sie allen Bediensteten in den Eingangsbereichen und an den Arbeitsplätzen Reinigungsutensilien zur Verfügung. In einigen Betrieben mag es angezeigt und vertretbar sein, die Nutzung der Sozialräume zu untersagen. Appellieren Sie an Arbeitnehmer/innen, für eine Übergangszeit ihre Pausen an ihren Arbeitsplätzen zu verbringen und Kontakte auf ein unbedingt notwendiges Maß zu beschränken. Stets sind mindestens 1,5 Meter Abstand zu Kollegen/innen zu halten. Achten Sie bitte darauf, dass Türen und Türklinken regelmäßig gereinigt werden, genau wie eine verstärkte Hygiene an den Arbeitsplätzen gelten sollte. Denken Sie an Werkzeuge, Maschinen und an deren Bedienelementen, Griffe, Tastaturen, Computer-Mäuse, Telefone, Schreibtischoberflächen, Armlehnen und Schreibutensilien.

Als Arbeitnehmer/in:

Denken Sie daran, dass Sie selbst Überträger des Virus sein können. Treten Sie den Weg zur Arbeit nur mit gewaschenen Händen an. Reinigen Sie bitte Ihre Griffe und Bedienelemente am Fahrrad und an motorisierten Zweirädern. Säubern Sie an Ihrem Fahrzeug Türgriffe, Türinnengriffe, Lenker, Schalthebel und Bedienelemente. Denken Sie alle an eine regelmäßige Reinigung Ihres Schlüsselbundes.

Halten Sie Abstand zu Ihren Kollegen/innen. Desinfizieren Sie nach Möglichkeiten Ihre Werkzeuge und alles, was Sie für Ihre Arbeit als Hilfsmittel benötigen. Zeigen Sie Verständnis dafür, dass der Arbeitsalltag aufgrund der aktuellen Gefährdungssituation Veränderungen mit sich bringt. Unterbreiten Sie Ihrem Arbeitgeber Verbesserungsvorschläge für einen optimalen Hygienezustand im Unternehmen.

Beim Einkaufen:

Bevor Sie einkaufen gehen: Prüfen Sie bitte, ob es einen Lieferdienst gibt: Immer mehr Unternehmen in unserer Samtgemeinde bieten so etwas an. Dies gilt vor allem für die Gastronomie. Informieren Sie sich auf den Webseiten der örtlichen Wirtschaftsverbände und Handel- und Gewerbevereine.

Lebensmittelversorgung: Rufen Sie doch gelegentlich Ihren Nachbarn und fragen Sie Ihn, ob Sie etwas mitbringen sollen. Gehen Sie bitte nur allein und nur mit gewaschenen Händen zum Einkaufen! Vermeiden Sie – sofern nicht nötig - die Nutzung der Einkaufswagen. Fassen Sie im Geschäft möglichst wenig Gegenstände an und stellen Sie keine berührte Ware zurück. Achten Sie auf Abstand zu anderen Kunden und an der Kasse. Hamstern Sie bitte nicht! Es macht keinen Sinn und verunsichert andere. Die Lebensmittelversorgung bleibt gesichert.

Als Eltern:

Sprechen Sie mit Ihren Kindern und klären Sie sie über die Gefahren der Infektionsverbreitung auf. Zeigen Sie Ihren Kindern das Sauberhalten von Gegenständen. Bleiben Sie beim Spazierengehen auf Abstand zu anderen.

Als Nachbar/in:

Kümmern Sie sich bitte um Ihre Nachbarn und vor allem um ältere, kranke und alleinstehende Mitbürger/innen. Sie sind häufig noch mehr verunsichert als andere. Ein Anruf und das Kontakthalten per Telefon können sehr zur Entspannung der Situation beitragen.

Bei Krankheitssymptomen:

Rufen Sie Ihren Hausarzt an oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117. Dort erhalten Sie alle wichtigen Informationen.

Bei allgemeinen Fragen oder Anregungen:

Rufen Sie uns bei der Samtgemeinde Sögel an unter 05962-880 oder schreiben Sie uns unter samtgemeinde@herzlake.de.

Denken Sie daran: In dieser Krise sind wir alle und vor allem Sie selbst Teil der Lösung.

Bitte sorgen Sie füreinander, indem Sie in Kontakt bleiben, indem Sie sich kümmern, aber eben auch Abstand halten! Je besser jeder von uns die einschlägigen Verhaltensregeln befolgt, desto eher werden wir diese Situation beherrschen und zum normalen Leben zurückkehren können.

Bleiben Sie sorgsam und bleiben Sie gesund!

Samtgemeinde Herzlake

Ludwig Pleus

Samtgemeindebürgermeister